Important Sardinien - Nicht im Uhrzeigersinn!

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Loudini created the topic: Sardinien - Nicht im Uhrzeigersinn!

Der Herbst naht mit kleinen Schritten und wir haben noch zwei Wochen Urlaub. Was kann man da schöneres tun, als diese in einer warmen Region zu verbringen. Weder ich, noch meine Frau waren jemals auf Sardinien. So beschlossen wir, diese zwei Wochen nach Sardinien zu fahren. Schon vor einiger Zeit haben wir die Tickets für die Nachtfähre von Genua nach Porto Torres gebucht. Als Fahrzeug sind wir diesmal wieder mit dem VW California unterwegs. Unser Wohnmobil würde zwar fast den gleichen Preis von 565,- € für zwei Personen, Kabine sowie Hin- und Rückfahrt kosten, aber aufgrund der Strecken die wir gerne fahren wollen, schien uns dies besser zu sein.



Laut der aktuellen Situation in Italien brauchen wir uns im Moment auch keine Sorgen zu machen, da fast alle Bereiche in Italien sind auf "Weiß" gesetzt.

Covid-Info Italien

Also auch das online Einreiseformular ist schon ausgefüllt und ausgedruckt. Am Samstag früh fahren wir gemütlich in Richtung Genua. Abfahrt der Nachtfähre nach Sardinien ist gegen 21:30 Uhr und die Ankunft wird ab 7:30 Uhr in Porto Torres sein.



Und ab dort ergibt sich dann auch der Titel des Reiseberichts, denn in vielen Reiseführern werden die Touren immer im Uhrzeigersinn beschrieben, wir werden allerdings gegen den Uhrzeigersinn fahren!

Freut euch also wieder auf einen spannenden Bericht der Tour und über schöne Aufnahmen der Gegend. Am Samstag geht es los. Wir fahren über die Schweiz, an Mailand vorbei bis Genua Hafen. Allerdings mit ein paar Zwischenstopp, den wir haben gebügelt Zeit dazu. -  Der Weg ist ja das Ziel!

Viel Spaß beim Lesen
LOUDINI


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Auf die Fähre und runter nach Sardinien

Pünktlich gegen 9:00 Uhr starteten wir von Bludenz durch die Schweiz in Richtung Italien und dann nach Genua. Da wir in der Schweiz die Autobahn genutzt haben, ging es flott voran.

Schon bald sahen wir auch die Schilder zum San Berardino Pass und natürlich sind wir nicht durch den Tunnel sondern über den San Berardino Pass gefahren und machten kurz hinter der Passhöhe eine kurze Kaffeepause.





Dann ging es weiter und als nächstes sollte die Grenze zu Italien kommen. Am Grenzübergang gab es ein wenig Stau, der sich aber nach knapp 20 Minuten auflöste. Danach hatten wir uns erst einmal eine Kaffeepause gegönnt.

Wir haben noch viel Zeit und beschlossen die Autobahn zu verlassen und in den Ort Torriglia zu fahren. Dieser ist einer der Top Orte für Radsportfans und besitzt hierfür auch ein eigenes Olympia Camp.

​​​​​​

Nun ging es aber weiter in Richtung Genua. Wir haben aber dennoch reichlich Zeit und fahren zu einem super Platz mit ambitionierter Anfahrt, die sich aber lohnt. Von hier aus kann man auf Genua und auch den Fährhafen schauen. Letztendlich geht es aber auch weiter zum Fährhafen, denn wir wollen pünktlich einchecken um noch in Ruhe etwas zu Abend essen.





Leider kann ich das Essen am Bord von Preis her nicht empfehlen! Es war zwar lecker, aber stark überteuert. - Aber egal, wie haben Urlaub!

Eigentlich wollten wir die Abfahrt noch mitbekommen. Diese sollte laut Plan gegen 21:30 Uhr sein, jedoch lief das Schiff nicht pünktlich aus. Wir sind also in 22:00 Uhr in die Kabine und konnten gegen 22:15 Uhr die Motoren laufen hören.



Wir waren aber froh die Augen zu schließen um uns auf den morgigen Tag zu freuen.

Viel Spaß beim weiterlesen
LOUDINI


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Von der Fähre in ein schönes Land

Mit einer Verspätung von gut einer Stunde legte die Fähre auf Sardinien an und wir hatten uns extra den Wecker 06:30 Uhr gestellt, um das Anlegemanöver nicht zu verpassen und waren etwas über die Verspätung erstaunt. Aber so blieb noch genügend Zeit für Kaffee und Croissant mit Crema-Füllung zum ersten Frühstück.
Wir gingen an Deck und konnten ganz langsam das Festland erspähen. Nach einer knappen 3/4 Stunde war es soweit und die Fähre legte im Hafen an.



Schnell zu den Treppen zum Fahrzeugdeck, wo auch schon andere Passagiere warteten und sich in die Schlange eingereiht. Dann öffneten sich die großen Tore und der Ansturm auf den Ausgang begann. Das Hafengelände war schnell verlassen und wir suchten unsere "richtige" Fahrtrichtung auf der Insel, denn wir fahren ja entgegen dem Uhrzeigersinn. Das bemerkten wir schnell, als uns die meisten Fahrzeuge nicht mehr folgten.

Wo soll es jetzt hin gehen? Erst einmal einen schönen Platz zum ausgiebigen frühstücken suchen. Der war auch schnell gefunden auf dem Weg in die Spitze von Sardinien. Wir sollten auch nicht die Einzigen sein, denn ein paar Einheimische standen noch von der vergangenen Nacht am Strand. Also schnell den Omnia raus, Semmel rein, Kaffee gekocht und die herrliche Aussicht genossen.





Nach dem Frühstück ging es dann weiter in Richtung Stintino, einem kleinen historischem Fischerort auf dem Weg zum atemberaubenden Strand von "La Pelosa".





Der Strand von La Pelosa ist schon sehenswert! Tiefblaues Wasser und weißer Sand bis tief ins Meer, das einem am Anfang nur knapp bis an die Knöchel reicht. Es hat für uns ein wenig gedauert, bis wir auch endlich ins Meer springen durften. Wir hatten schon etwas Probleme den Kassenautomat zu bedienen. Es scheiterte nicht an italienisch, sondern an der Tücke des Automaten, der nicht so wollte wie wir.
Vorher hatten wir auch schon gesehen, daß am Zugang zum Strand kontrolliert wurde und die Besucher ihr Smartphone zückten. Also nahmen wir an, daß der 3G-Nachweis kontrolliert wird. Aber das war nicht so! Um auf den Strand zu dürfen, muss man a) online ein Ticket gekauft haben (3,50 €) oder b) dieses bei der Info kaufen. Also flott zur Info und schon hatten wir das Bändchen am Handgelenk und durften auf den weißen Sandstrand. Nur auf die Handtücher legen ging dann auch nicht, so erfuhren wir von einer örtlichen "Strandkontrolle". Man muss noch eine Strandmatte unter dem Handtuch haben. Aber seine Sachen auf die Steine legen ging dann auch zum Glück! Jetzt aber schnell ins Wasser, da wir nur für zwei Stunden am Automat bezahlt hatten.





Nach unserem Strandbesuch fuhren wir anschließend weiter zu unserem Übernachtungsplatz für den Abend und begannen mit dem vorbereiten des Abendessens. Wo wir nun gelandet sind und warum wir dort ungewollt etwas länger geblieben sind, erfahrt im nächsten Bericht unserer Sardinien Reise. Freut euch also auch auf weitere Erlebnisse und die schönen Bilder dazu!

Vile Spaß beim lesen
LOUDINI


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Übernachtung bei La Palmera

Nachdem wir unsere Badesachen gut im Camper verstaut hatten, sollte es weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz gehen. Dieser war auch schnell auf der Karte gefunden und in das Navi eingegeben. La Palmera heißt dieser und liegt in unmittelbarer Nähe zu Argentiera, unserem Ziel der weiteren Reise.

Aber zuerst ging es die Küstenstraße weiter in Richtung Süden der Insel. Allerdings nicht allzu viele Kilometer, denn unsere Ziele liegen immer recht nach, da wir immer aus unseren beiden Büchern die interessanten Punkte heraus suchen und abwägen wohin es letztendlich dann geht.

Wir fuhren also auf unseren Übernachtungsplatz zu und vor uns lag schon eine kleine leicht ansteigende Schotterpiste. Aber Mut zur Lücke, Fuß aufs Gas und hoch. Was sich uns oben bot, entschädigte für die holperige Auffahrt und schnell hatten wir unseren Logenplatz für den Abend gefunden.



Wir waren aber nicht die Einzigen die dort ihren Platz ergattert hatten. Eine ganze Flotte von unterschiedlichen Wohnmobilen war dort anzutreffen. So hatte jeder sich den Weg zur grandiosen Aussicht erkämpft. Aber wir hatten auch einen wunderbaren Platz, auf dem wir auch unser Abendessen genossen.

Kurze Zeit später, das Essen war im Bauch, startetet auch schon das spektakuläre Schauspiel am Himmel von Sardinien.



Am nächsten Morgen sollte es eigentlich wieder ein kurzes Stück weiter gehen, aber die "gute Luft" hatte bei mir etwas mit Kopfweh zugeschlagen. Oder war es der Wein vom Vortag? Wer weiß. Jedenfalls blieben wir noch den Tag und genossen die Bucht zum schwimmen und bestaunen der Location.


Ein Stellplatz wie im Bilderbuch!


Aber die Badebucht ist ebenfalls nicht so übel!

Am darauf folgenden Tag ging es nun aber weiter. Allerdings quasi nur 6 km um die Ecke herum zur Minenstadt "Argentiera". Hier wurde früher Erz abgebaut. Das hat sich die darauffolgenden Jahre nicht mehr rentiert und so verfällt eigentlich jede dieser Minen. Es gibt davon ein paar auf Sardinien. Aber ein Besuch zum besichtigen lohnt auf jeden Fall.







Es ist schon eine beeindruckende Kulisse, wenn man die alten und langsam verfallenden Gebäude so vor sich sieht. Fast bei jeder dieser alten Anlagen gibt es ein Museum oder zumindest ein Gebäude in dem die Geschichte dieses Ortes erzählt und dargestellt wird. Diese Mine hier in Argentiera kann man zwar nicht mehr betreten und näher ansehen, aber das hatten wir heute auch nicht vor.

Es sollte wieder etwas weiter mit der Reise gehen. Als nächstes Ziel sollte es zum "Capo Caccia" gehen. Darüber berichte ich aber im folgenden Beitrag.


Unser Ziel!

Viele Grüße
LOUDINI


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#4
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Zum Capo Caccia

Am nächsten Tag starteten wir unsere Reise zum Capo mit einem kurzen Abstecher ins Inland von Sardinien. Zwar nicht allzu weit hinein, aber zumindest ein wenig. Wir sind zu einem Inlandsee gefahren, welcher quasi auf unserer Route zum Capo liegt. Es handelt sich um den "Lago di Baratz".
Es ist ein Natursee der auch ein wenig Biotop für seltene Vögel ist. Es gibt allerdings auch Stellen, wo das Baden im See gestattet ist.





Hier ist die genaue Lage des Sees auf der Karte zu sehen und wer genau hinschaut, es ist auch eingekreist, erkennt ein kleines Symbol. Hier wäre zum Beispiel auch ein Stellplatz der in Stellplatzführer.de gelistet ist. Wir selbst waren nicht dort, aber es ist der Platz Nr. #13075



Nach einem kurzen Spaziergang sollte es aber auch schon weder weiter gehen. Schließlich wartete das Cap auf uns. Die Fahrt an der Küste entlang zum Capo Caccia ist erst ab dem Abzweig zum Cap interessant. Wer will kann sich hier auch diverse Ziele für eine Besichtigung der Highlights aussuchen.





Da wäre zum einen der Leuchtturm direkt am Cap und zum anderen ein paar Grotten. Die "Neptungrotte", die "Grotta di Nero" und die "Grotta della Madonnina". Die Neptungrotte ist über einen außergewöhnlichen Weg zu erreichen, allerdings sind es bei der Grotte so an die 500 Stufen die man zum Meer hinunter gehen muss. Pro Person kostet der Eintritt um die 12,- € und wie überall nur mit 3G-Testergebnis.





Wir haben uns jedoch dazu entschieden auf die gegenüberliegende Straßenseite zu wechseln und uns in das Café zu setzen. Hier wartete Salat mit Thunfisch und für jeden einen Cappuccino auf uns. Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es aber auch schon weiter. Wir wollten nach "Alghero" fahren und uns dort über Nacht hinstellen um Abends die Stadt zu besichtigen. Diese lohnt sich für einen Besuch, so hatten wir es im Reiseführer gelesen. - Ob es stimmt, werdet ihr im nächsten Bericht zu lesen bekommen.

Viele Grüße
LOUDINI


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Ankunft in Alghero



Wie schon voran geschrieben sind gegen Nachmittag in Alghero angekommen und suchen für den California einen Platz wo wir für den Rest des Tages stehen und nächtigen können. Dieser war auch schnell gefunden, obwohl zweie zur Auswahl standen.
  • Der Erste ist der große, öffentliche Parkplatz gegenüber der Hafenpromenade, auf dem eine  Gebühr fällig wird.
  • Der zweite befindet sich im Hafengebiet, auch bei der Promenade, kostet aber nichts und es können dort max. 8 Fahrzeuge über Nacht stehen. Diese haben wir uns mit zwei weiteren Wohnmobilen ausgesucht, während auf dem öffentlichen Parkplatz wesentlich mehr Wohnmobile standen. Und natürlich auch die ganzen Pkw.
Für alle die es interessiert, es gibt in der Nähe auch noch den im Stellplatzführer eingetragenen Platz Nr.: #12981

Wir haben uns also von unserem Camper aus auf den Weg in die wunderschöne Altstadt von Alghero begeben. Entlang der Promenade und hoch in den älteren Teil der Stadt, der mit wundervollen Kunstwerken die in die Straßen hinein hängen, bestückt ist. Wir sind schon auf den Abend gespannt, denn diese Kunstwerke sind dann beleuchtet.







Wir haben den ganzen Nachmittag in der Altstadt verbracht und auch die historischen Wehranlagen und Geschütze bestaunen können. 




Falls wir die Fähre am Ende des Urlaubes verpassen, würden wir uns zur Not in eines der Geschütze setzen und uns wieder an das Festland katapultieren können.

Ja, man kann sich den ganzen Tag hier aufhalten und die Stadt bestaunen. Auch für das leibliche Wohl ist mit zahlreichen Lokalen und Restaurants gesorgt. Aber auch Leckermäuler kommen mit hausgemachtem, italienischen Eis auf ihre Kosten. So haben wir dieses natürlich auch an diese warmen Tag ausgekostet.
Dann wurde es aber dunkel und Alghero zeigt sich in einem ganz anderen Licht! Auch meinen wir, sind mehr Italiener auf den Straßen und füllen diese. Das Nachtleben beginnt und wir natürlich mitten drin. Die ganzen Kunstwerke über den Fußgängerbereichen sind nun beleuchtet und alles ist trotz Abend fast taghell.





Ich weiß nicht genau wie spät es war, als wir uns wieder auf den Weg zu unserem Camper begaben. Es war aber noch immer Trubel auf der Promenade und die Verkäufer von Schmuck und Decken tummelten sich noch immer dort. Wir verkrochen uns in das innere des California, verdunkelten die Scheiben und begannen unser Nachtlager aufzubauen. Will heißen, dass wir unten geschlafen haben um auch nicht unbedingt so als Camper oder Wohnmobil aufzufallen. Mal schauen, was uns der nächste tag bringt und wohin es uns verschlägt.

Freut euch also auf einen weiteren Teil der Reise quer durch Sardinien.

Viele Grüße
LOUDINI


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Aufwachen mit schönen Erinnerungen...

...so könnte man die unser Erwachen am nächsten morgen bezeichnen. Als wäre es noch nicht lange her, hatten wir noch den beleuchteten Hafen von Alghero vor Augen und Ohren.



Aber es sollte ja weiter gehen. Aber erst einmal das Frühstück. Nein, lieber zuerst einen Kaffee und einen anderen Frühstücksplatz anfahren, denn im Hafengebiet und wenn der Trubel gleich wieder los geht, ist das bestimmt nicht so "Urlaubs-Like"?
Als nach dem ersten Kaffee schnell alles von der Nacht wieder zurück gebaut, den Camper gastartet und ein paar Kilometer weiter gefahren zu einem schönen Frühstücksplatz am Meer.



Es handelte sich um einen Parkplatz mit Zugang zum Meer und wir waren wie auch schon so oft nicht die Einzigen. Wobei die anderen Wohnmobile garantiert dort übernachtet hatten. Wir gesellten uns also mit unserem Frühstück dazu. Man hätte auch unten in einer der zwei Strandbars etwas bekommen können, wen diese schon offen wären.



Unser Platz liegt auf dem Weg nach Bozo, was als nächstes auf dem Besichtigungsprogramm steht. Bosa ist eine italienische Gemeinde mit ca. 7800 Einwohnern in der Provinz Oristano. Sie liegt etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt in einem weiten Tal am Fluss Temo. Bekannt ist die Stadt durch die einzigartigen bunten und kleinen Häuschen die am Hang des Ortes gebaut sind.
Wir haben uns entschlossen einen der beiden Stellplätze anzufahren um dort das Wohnmobil abzustellen. Es gibt dort zum einen den Platz Nr. #29036  und den Platz Nr. #13130 , den wir bevorzugt haben, da er etwas näher an der Stadt ist und auch Reisebusse dort parken. Somit ist auch immer gewährleistet, das jemand ein Auge auf den Camper oder das Wohnmobil hat. Man möge es mir verzeihen, aber ich hatte vergessen Fotos vom Stellplatz zu schießen. 


Blick vom Stellplatz auf Bozo

Schnell ging es über die Fußgängerbrücke hinüber auf die andere Seite und rein nach Bozo. Kleine und relativ dunkle Gassen mit Kopfsteinpflaster. Ein wenig Verkehr und kaum treiben auf den Straßen. kein Wunder es war auch gegen Mittag als wir hier ankamen. Aber wie kommt man jetzt zu den kleinen und bunten Häuschen? Schnell war ein Weg über die steilen Treppen nach oben gefunden und man konnte auch einen herrliche Blick auf Boza erhaschen.





Dann waren sie auch schon da, die kleinen und bunten Häuschen die Boza für alle Reiseführer so interessant machen. Und ja, uns gefielen sie ebenfalls gut und jeder versuchte ein gutes Fotomotiv zu sehen. Das war aber bei der Vielzahl von schönen Motiven gar nicht so einfach!





Tja, wie ihr seht ist es wirklich nicht einfach zu entscheiden welches Motiv nun das Schönste ist. Und so fällt die Entscheidung doch manchmal etwas schwerer. Fast jede Ecke von Boza lohnt für ein Motiv und so haben wir doch einige Zeit hier verbracht, natürlich auch wegen dem leckeren Kaffee zwischendurch oder dem kleinen Kuchen der irgendwo plötzlich einem entgegen schrie?

So langsam war auch schon knapp ein Drittel der Reise um und uns kam so in den Sinn, doch einmal einen Campingplatz aufzusuchen. Eine schöne heiße Dusche oder in etwas Wäsche waschen wäre so eine Option. Schnell wurde wieder einer der Reiseführer zu Rate gezogen und die Wahl viel auf den "Camping Is Arenas" der am Anfang der Sinis Halbinsel liegt und gute Kritiken hat. Aber auch, weil er sehr nah am Meer liegt und auch über einen Schwimmingpool verfügt.

Seit also gespannt wie es uns da gefällt und was wir dort alles für uns erkunden, oder wird es doch nur faulenzen am Strand? Lest einfach den Bericht weiter.

Viel Spaß noch
LOUDINI


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Duschen und V&E

Tja, wie schon geschrieben haben wir uns für einen Campingplatz in der Nähe vom Meer entscheiden. Laut unserem Reiseführer soll er Platz sehr schön sein und in einem Pinien Wald liegen. Also haben wir uns darauf verlassen und den Platz angefahren. Der Platz war relativ leer und wir konnten uns einen schönen Platz wählen. Nicht weit weg vom Strand, dem Waschhaus oder auch dem Pool.
Was uns auffiel, sehr viele Schweizer waren auf dem Platz und nach unserer Recherche, hatte die Schweiz gerade Ferienbeginn und so hörte man ringsum auch nur Schwizerdütsch!



Nachdem wir uns "häuslich" niedergelassen hatten, den Körper ordentlich abgeduscht und auch schon geschaut hatten, was man Abends im Restaurant essen könnte, ging es an den Strand. Der zeigte sich auch gegen spätem Nachmittag von seiner besten Seite. Die Sonne stand tief und das Wasser war noch immer herrlich warm, wenn man sich kurz daran gewöhnt hatte.





Natürlich wollten wir auch nur eine Nacht hier verbringen und den nächsten Tag wieder los. Also gesagt getan, morgens nach dem Frühstück wieder alles im Camper verstaut und die Toilette entsorgt. Die war auch schon gut gefüllt gewesen. Es ist eigentlich kein Problem mit dem V&E in Sardinien, allerdings werden manchmal doch hohe Preise dafür aufgerufen, sodass es von Zeit zu Zeit geschickter ist, einen Campingplatz für all diese Dinge zu nutzen. Nachdem also die Toilette wieder für neues bereit war noch eben schnell über die Grube und das Grauwasser entleeren. Dann sollte es auch schon weiter zum nächsten, besonderem Strand gehen.

Im Reiseführer steht, das es sich um einen Strand handelt bei dem der Sand die Größe von Reiskörnern hat. Das mussten wir uns natürlich ansehen. So fuhren wir nur einige Kilometer weiter bis "Is Arutas". Hier gäbe es auch noch einen Stellplatz (Platz Nr. #21225, lässt sich aber leider nicht mehr in Stellplatzführer finden) Der Strand verdient auf jeden Fall seinen Namen zurecht, den die Sandkörner haben wirklich die Größe von Reiskörnern.



Wenn man hier also auch eine Nacht stehen möchte, oder aber auch den ganzen Tag am Strand verbringen will, ist hier gut aufgehoben. Einige Duschen und auch ein Strandcafé kann hier aufgesucht werden.





Wir sind nach unserm Besuch und der Suche nach guten Fotomotiven weiter gefahren. Wir befinden uns ja auf der Sinis Halbinsel. Nächstes Ziel sioll die Spitze der Insel und die "Chiesa Paleocristiana di San Giovanni di Sinis" sein.





Nachdem Besch der Kirche und ein wenig Sightseeing, Kaffee und Salat essen in der Bar nahe zum Strand, ging es wieder zurück zum California, den wir auf dem Stellplatz Nr: #19624 abgestellt hatten. Es sollte weiter zu einem weiteren "Highlight" unserer Tour gehen. Wie auch schon bei unserem Urlaub in der Toskana , hatten wir hier auf Sardinien auch von "heißen Quellen" gelesen und das müssen wir uns anschauen.

Ob wir wirklich wieder in heißen Quellen baden können und wo sich diese auf der Insel befinden, lest ihr im folgenden Bericht.

Viel Spaß also
LOUDINI


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Besuch der heißen Quellen und Therme

Auf Sardinien gibt es eine ganze Reihe von Orten die heiße Quellen haben, Wie auch auf vielen anderen Inseln "brodelt" es unter er Erde und heißes Wasser kommt an die Oberfläche. Einer dieser Orte befindet sich im Inland der Insel im Ort "Fordongianus". Wer dort auch einmal hinfahren möchte findet dort auch zwei Stellplätze. Den Platz Nr: #13153 und den Platz Nr: #27436 .

Wir haben uns direkt auf den nicht mehr öffentlichen Platz an der Bar gestellt und den Betreiber gefragt, ob es möglich ist die Nacht dort zu verbringen. Das ist auch ohne Probleme möglich und wer will, kann am nächsten morgen noch ein günstiges Frühstück genießen. Zwar hat die Bar lange geöffnet und ab und zu fahren Autos auf den Parkplatz, aber der eigentliche Stellplatz ist ca. 10 mtr. von der Bar entfernt und man bekommt gar nicht viel vom "Trubel und der Musik" mit.





Es besteht auch noch die Möglichkeit einen kleinen Spaziergang zu der alten Therme zu unternehmen. Das Gelände ist zwar eingezäunt, aber es kann im nahegelegen  Häuschen eine Eintrittskarte gekauft werden. Aber ehrlich gesagt, von außen sieht man eigentlich auch alles. Und vorne, vor dem Zaun tritt sogar heißes Wasser aus der Quelle aus.



Noch einen kleinen Spaziergang weiter befindet sich auch ein "Badehaus" in dem gegen eine kleine Eintrittsgebühr im originalen römischen Bad, im warmen Wasser gebadet werden kann. Aber jetzt kommt das genialste! Das überschüssige Wasser aus dem Museumsgelände wird in den nahegelegenen Fluss geleitet.
Also schnell die Hose hoch gekrempelt, man könnte natürlich auch im Badeanzug dort hinein und in das Wasser. Man kann sehr schnell fühlen, wo das Wasser fliest und stellenweise ist es doch recht heiß. Schließlich kommt bis zu 50° C heißes Wasser aus der Quelle!



Aber Achtung!
Es stehen Schilder am Rand des Flusses auf denen vor starker Strömung gewarnt wird. Je nach Tageszeit wird vom nahegelegenen Stausee Wasser abgelassen und dann steigt der Pegel vom Fluß stark an und die Strömung nimmt zu. Dann ist ein gefahrloses Baden im Fluss nicht mehr möglich. Man kann es auch daran erkennen, dass die Steine, welche natürliche Becken bilden, nicht mehr zu sehen sind.

 Wir sind am nachfolgenden Tag, auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, zu dem Stausee hochgefahren. Es ist schon ein gewaltiges Bauwerk und im See ist  selbst zu dieser warmen Jahreszeit genügend Wasser. Spannend war nur die Fahrt über die Brücke zur anderen Seite des Sees. Diese ist ein wenig marode, wie vielleicht alle Brücken in Italien? Mehr als 30 km/h und max. 3,5 to darf man nicht haben. Auch sind die Dehnungsfugen und Brückengeländer stark beschädigt gewesen.





Als weiteren Anfahrpunkt unserer Reise sollte noch mehr Kultur und Altertum auf dem Programm stehen. Auf Sardinien gibt es viele "Nuraghen". Eine wollten wir uns ansehen. Sardinien besitzt eine Nuraghenkultur aus dem 14.–8. Jh. v. Chr."
Worum es sich dabei handelt lest ihr im nächsten Teil der Reise.

Viel Spaß dabei
​​​​​​​LOUDINI


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Die Nuraghe von Losa

Wir sind von "Fordongianus" in Richtung Losa aufgebrochen. In Losa ist eine Tholos Nuraghe vom komplexeren Typ, mit einer unvollendeten Dreiecksbastion. Sie besteht aus dem zentralen, weitgehend vollständigen Hauptturm, um den sich drei im Dreieck angeordnete kleinere Turmreste befinden. In der Hauptkammer finden sich drei größere Nischen. Innerhalb der mächtigen Mauern gibt es einen Aufgang zur zweiten Etage. Diese ist nicht erhalten. Der Hauptturm zeichnet sich durch eine regelmäßige Oberfläche aus. Die verwendeten rechteckigen Quader werden nach oben kleiner, es wurden nur wenige „Füllsteine“ verwendet. Nordwestlich schließt sich eine mit zwei weiteren Türmen versehene Mauer an, die eine Art Hof umschließt. Diese kleinen Türme sind aus polyedrischen Quadern erstellt, ihre Oberfläche wirkt im Vergleich zum Hauptturm chaotisch. Dem Haupteingang der Nuraghe unmittelbar gegenüber steht ein weiterer Rundbau mit 2 Eingängen und Wandnischen.



So ist es auf dem Schild zu lesen, wenn man die riesige Anlage betritt. Wir hatten auch schon viel von Nuraghen in den Reiseführern gelesen, konnten uns aber kein Bild von den den Bauwerken machen. Also haben wir für diesen Tag uns ein wenig "alte Kultur" gegönnt.

Die Anlage besteht aus einer Umfassungsmauer mit zwei Haupt- und mehreren Nebeneingängen. Die Haupteingänge sind durch Tortürme mit zahlreichen schießschartenartigen Durchlässen gekennzeichnet. Innerhalb des Temenos befindet sich der Hauptkomplex in Form eines noch 13 Meter hohen Nuraghenrestes und zahlreicher rudimentärer Nebengebäude. Außerdem gibt es ein kleines Gebäude mit einer Ausstellung von Artefakten der Region. Außerhalb der Mauer liegt ein kleines Urnenfeld und auch ein Café, bei dem man nach der Besichtigung einkehren kann.

Hier ein paar Bilder von unserer Besichtigung







Natürlich gibt es nicht nur Nuraghenreste die wir uns für den heutigen Tag ausgesucht hatten. Wir sind nach der Besichtigung und ein Wenig Kaffee und Eis weiter gefahren nach Santa Christina. Dort gibt es eine Anlage mit einem unterirdischen Tempel. Bei diesem Ort handelt es sich um ein ca. 14 Hektar grosses Gelände mit Altertümern aus dem 1.200 bis 1.100 Jhrh. v. Chr.! Das Highlight ist der Brunnentempel über dessen ursprüngliche Bedeutung des Heiligtums man nur spekulieren kann. Es wird vermutet, dass es sich hier um eine der “Mutter Erde” geweihte Kultstätte handelte. Über Stufen gelangt man hinab in das Allerheiligste, sozusagen den Schoß der Erdgöttin. Über dem Wasserbecken befindet sich eine Pseudokuppel (bestehend aus konzentrisch aufgemauerten Steinringen), wie man sie auch von den Nuraghen kennt.





Natürlich befanden sich auf dem Gelände auch noch andere historische Bauwerke, die wir ebenfalls mit besichtigt hatten. Diese möchte im euch natürlich auch nicht vorenthalten. Die Datierung dieser Gebäude ist allerdings aus einer späteren Zeit, was auch am Stil und Erhaltungszustand zu erkennen ist.





Wir fanden diesen Tag in den zwei verschiedenen Museen, von denen es einige auf Sardinien gibt, nicht uninteressant. Aber das reichte uns auch fürs erste. Schließlich wollten wir ja keinen Bildungsurlaub machen! Und bei soviel "Trockenheit" durch die alten Steine um uns herum, brauchen wir etwas flüssiges. Das wird aber kein Wasser sein, kann ich jetzt schon verraten Und warum wir hierzu zu einer "Cantina Sociale in Usellus" fahren, erfahrt ihr in einem weiteren Bericht von mir.

Viel Spaß bis dahin
LOUDINI


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