Question Von Florenz über Pisa nach Rimini

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Heute nach Feierabend geht es wieder los!

Das (große) Wohnmobil steht wieder bei uns vor der Türe und ist die letzten Tage auch wieder vorbereitet worden. Frischwasser auffüllen, Gasflaschen kontrollieren, auch wenn dies vor einer Woche schon bei der Gasprüfung hier vor Ort geschehen war. Alle Kleidung die man mitnehmen will in die Schränke verstauen und das Bett samt Bettzeug rüsten. Diesmal kommt auch wieder der kleine Roller mit, da er uns und meine Frau auf der Reise sehr nützlich sein wird. Warum, erkläre ich gleich.

Auch ist eines von zwei anderen Gefährten mit auf dieser Tour in Italien. Wir hatten uns schon im vergangenen Jahr zwei E-Scooter zugelegt. Damit sind wir im Winter schon zur Arbeit gefahren und auch hier vor Ort erledigen wir damit unsere täglichen Wege, z.B. zum Supermarkt. Da der Scooter nicht mehr auf unseren Rollerträger passt, wird er im Fahrzeuginnern gesichert mitgenommen. Unter dem Esstisch ist ein Platz dafür. Wir haben uns für ein Offroad taugliches Premium Produkt aus Deutschland entschieden. Ein Händler befindet sich ganz in der Nähe zum Vorarlberg, und zwar in Lindau. Der Legend!



Mit diesem Scooter werde ich fünf Tage allein in der Ecke von Pisa unterwegs sein. Und damit erkläre ich ein wenig den Titel von unserem Reisebericht, der sich sicherlich von der Streckenführung etwas seltsam anhört. Aber wie kommt es?

Meine Frau lernt schon seit einiger Zeit italienisch und hat nun fünf Vollzeittage in einer Sprachschule in Florenz gebucht. Wir fahren nun von Bludenz (Vorarlberg) erst zu einem Weingut, kurz vor Florenz. SPF Platz Nr.: #31659  Hier haben wir uns für zwei Nächte, auch mit einer Weinverkostung und Abendessen, angemeldet. Und ja, ich denke auch an Bilder für den Stellplatzführer, wobei ich es manchmal Schade finde und meine Frau sich ärgert, dass keine existieren?



Nach den zwei Tagen bringe ich meine Frau nach Florenz zu ihrer Gastfamilie und sie fährt die letzten Kilometer mit dem Roller dort hin. Bis dahin will ich mir das mit dem großen Wohnmobil nicht antun. Ich werde dann die fünf Tage in Richtung Pisa zu einem Stellplatz zwischen Lucca und Pisa fahren. SPF Platz Nr.: #27027
Von dort aus besuche ich wieder Pisa und Lucca, wo wir bereits ein paar Jahre zuvor waren. Der Platz ist schön und verfügt sogar über einen Pool. Was will ich mehr für die paar Tage. Meine Frau hat sowieso keine Zeit durch den Unterricht und abends ist es besser sich mit der Gastfamilie auf italienisch zu unterhalten.



Am Freitag darauf hole ich sie in Florenz wieder ab und entweder schauen wir uns zusammen noch einmal Florenz an oder fahren in Richtung San Marino. Aber so genau steht die Planung noch nicht fest. Das werden wir spontan vor Ort abklären. Und somit folgt dann auch die weitere Erklärung des Titels, denn es geht dann für eine Woche auf die Ostseite von Italien. Wir haben einen schönen kleinen Campingplatz unterhalb von Rimini gebucht. Es ist der Platz Camping Gabicce .
Ganz in der Nähe befindet sich auch ein hier gelisteter Stellplatz, SPF Platz Nr.: #21805 . Vielleicht schaffe ich es auch, Bilder zu finden.

Seit also wieder auf einen schönen Reisebericht gespannt, aber als kleine Gedankenstütze werde ich die Reise wieder in Polarsteps.com eintragen.

Viel Spaß beim lesen
LOUDINI


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Startschwierigkeiten

Um 5:00 Uhr am Samstag früh schellte der Wecker und laut unserer Planung wollten wir um 6:00 Uhr auf der Autobahn in Richtung Florenz sein. Also schnell gewaschen, Kaffee gekocht und die Wohnung abreisebereit gemacht. So waren wir tatsächlich um 6:00 Uhr früh unterwegs. Noch schnell zur Tankstelle und den Dieseltank um 15 Liter bereichert.

Knappe 100 km weit sind wir gekommen, als plötzlich die Öl-Kontrolle zu blinken begann. Au weia, dass fängt ja gut an. Was mag es sein? Wir hatten doch ein paar Tage zuvor einen Ölwechsel machen lassen! War dabei etwas nicht richtig festgezogen und der Motor verliert Öl?
Langsam zum nächsten Parkplatz, die Haube öffnen und nachsehen. Zum Glück tropfte kein Öl aus dem Motorraum auf die Straße. Und sehen tat man auch nichts, zumal sich der Motor ganz normal während der Fahrt anhörte. Also das Handbuch raus und nachschauen, was eine blinkende Ölkontrolle bedeutet.
Dort stand, es ist ein Hinweis begleitet durch eine Anzeige im Display. Der Motor war ja aus, also noch einmal die Zündung an und schauen ob es eine Meldung im Display gibt. Und tatsächlich gab es diese. „Motoröl wechseln!“, stand dort. Aber das hatten wir doch machen lassen?



Wir beschlossen zum ÖAMTC, dem österreichischen ADAC in Imst zu fahren. Dort angekommen mussten wir ca. 30 Minuten bis zur Öffnung um 8:00 Uhr warten. Dann war es soweit und wir konnten unser Problem schildern. Allerdings müssen wir noch 45 Minuten auf den Techniker warten, da dieser noch zu einem Kunden war.
Einige Zeit später war er dann da. Er schaute und hörte sich alles an und bestätigte uns, dass die Anzeige mit dem „nicht resetten der Ölwechsel Meldung“ zusammenhängt. Wir können also beruhigt weiter in Urlaub fahren. Allerdings mit gut 1½-stündiger Verspätung. Was im Nachhinein für uns bedeutete, dass wir so gut wie jeden Stau vor großen Städten der Abfahrten, wie z.B. dem Gardasee mitnahmen.

Eigentlich wollten wir um 14:00 Uhr an dem Weingut „Tenuta Clantenova“ sein, da um 17:00 Uhr dort eine Führung begann. Mit einer kleinen Pause und einem kurzen „Umweg“, da ich das falsche Weingut ins Navi getippt hatte, kamen wir fast rechtzeitig um 17:15 Uhr dort an und konnten die Führung doch noch mitmachen.







Nach der Führung hatten wir noch bis zur Weinverkostung und dem Abendessen Zeit, konnten das Wohnmobil an der zugewiesenen Stelle parken und uns frisch machen.
Dann war auch schon der Tisch für alle, meist junge Gäste gedeckt und das Abendessen mit Verkostung von fünf ausgesuchten Chianti-Weinen begann. Dazu gab es eine großzügige Platte mit lokalen, selbst erzeugten Spezialitäten.





Nach einer Weile wurde das gemütliche Beisammensitzen unterbrochen, denn es sollte zu einer besonderen Stelle auf dem Weingut gehen um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Jeder schnappte sich noch ein volles Weinglas und dann ging es los auf einen kurzen Spaziergang auf eine Anhöhe. Lange konnte es auch nicht mehr dauern, denn die Sonne stand schon recht tief. Und so suchte sich jeder einen schönen Platz um sich fotografieren zu lassen und um auf das Schauspiel zu warten.





Nachdem die Sonne verschwunden war und die Gegend ringsum in eine schöne Stimmung getaucht hatte, ging es zurück zum Weingut an den Tisch. Dort wartete dann auf jeden noch Grillfleisch, welches plötzlich auf dem Teller lag. Wir hatten zwar kurz vorher gesehen, dass der Grill angeheizt wurde, aber dass dies für uns noch sein sollte verblüffte alle.
So gab es dann noch für jeden zwei Stücke von leckerem und selbst erzeugtem Fleisch. Und natürlich wurde noch fleißig nachgeschenkt. Für mich war kurz nach 24:00 Uhr die Zeit gekommen, dem rufen des Bettes zu folgen. Schließlich bin ich ja die ganze Zeit gefahren! Meine Frau muss dann wohl so gegen 02:00 Uhr nachgekommen sein und wie ich am nächsten Morgen erfuhr, war plötzlich noch „Pfälzer Wein“ und auch Chips“ ins Spiel gekommen. So konnten die Inhaber des Weinguts sich die Frage nicht verkneifen, ob es jemand mit Kopfscherzen geben würde bei dem getrunkenen Durcheinander.

So begann dann ein Urlaubsanfang trotz eines missglückten Starts recht positiv und wie es weiter geht, lest ihr im weiteren Verlauf des Berichts.

Viel Spaß also!
LOUDIN


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Abschied und fünf Tage allein unterwegs

Es ist Sonntagmorgen und alle kommen etwas verschlafen und teilweise auch erst recht spät aus ihren Campern oder Wohnmobilen gekrochen. Bei uns war ich der Erste, da meine Frau schon ihre Sachen für die nächsten fünf Tage packen wollte. Sie ist von Montag bis einschließlich Freitag mitten in Florenz in einer Sprachschule und abends wohnt sie bei einer Gastfamilie.
Ich habe diese Tage frei, also ganz allein unterwegs, wobei das Ziel eigentlich auch schon feststeht. 2019 waren wir ja beide schon in Lucca und auch Pisa gewesen. Als Ausgangspunkt hatten wir damals einen schönen Campingplatz zwischen beiden Orten gewählt und sind mit dem Roller nach Lucca und Pisa gefahren. Ich habe ja von zuhause den eScooter mitgenommen und fahre mit ihm zu beiden Städten, oder auch zum Einkaufen.



Ich bin mit meiner Frau zum Parcheggio Villa Costanza, SPF Platz Nr.: #23368 gefahren um sie dort abzusetzen. Von hier aus fährt sie dann mit dem Roller und viel Gepäck auf dem Rücken nach Florenz. Am Freitag treffen wir uns dann wieder hier, laden den Roller auf und sind abends in Florenz zum essen oder Florenz bei Nacht. Falls unsere Planung auch so klappen sollte.

Meine Frau ist die 7,5 km unterwegs und ich mache mich auf den Weg nach Lucca und dem Campingplatz SP Agricampeggio La Valle, SPF Platz Nr.: #27027 , in San Giuliano Terme, was wiederum zu Piemont gehört.
Dort angekommen ging mein Plan allerdings nicht ganz auf. Der Platz war voll und soll erst Montag wieder frei sein. Also reservierte ich mir schnell für vier Nächte einen Platz und schaute in Stellplatzführer.de ob es bei Lucca einen Platz gibt. Ja, es gab dort einen. Allerdings wie so oft ohne Bilder oder auch User Bewertungen. Aber das war mir jetzt egal; kann es ja ändern!



Ich bin an dem Stellplatz angekommen und es sind bereits viele Wohnmobile auf dem Platz. Aber für mich ist auch noch genügend Platz vorhanden. So parke ich ein und mache mich startklar für einen Besuch von Lucca. Schnell den eScooter losgemacht im Wohnraum und ab geht die Post nach Lucca. Da darf ich mit dem Ding rein, fahre aber trotzdem vorsichtig, bzw. im Fußgänger Bereich schiebe ich zur Sicherheit.
Der Magen knurrt, der Durst ist groß. Klar bei 33°C hier in Lucca! Schnell ist auch eine kleine Pizzeria in einer Seitengasse gefunden und ich lasse mich dort nieder. Bruschetta vorweg und Pizza danach. Und natürlich 0,7 ltr. Mineralwasser müssen her.

Gut gestärkt geht es reichlich spät zurück zum Stellplatz. Alles noch da und nichts aufgebrochen. In einer anderen App hatte ich dies gelesen, aber dem auch keine Beachtung geschenkt. Es ist doch noch gut warm im Wohnmobil, obwohl ich in einer schattigen Ecke mich postiert hatte. So reiße ich alle Fenster auf und gehe zu Bett um frisch in morgigen Tag zu starten.

Der ist auch nun angebrochen. Kaffee kochen und von dem eingekauften Brot von gestern ein paar Scheiben mit Marmelade essen. Es würde reichen, so wusste ich, wenn ich um 12:00 Uhr zum Campingplatz fahre. So setzte ich mich an das Notebook und begann doch schon mit dem Schreiben von zwei Berichten. Auch weil es noch recht kühl im Wohnmobil war. Aber ich wollte auch noch einmal in die Stadt um doch noch mehr Mineralwasser zu kaufen. So bin ich dann gegen 11:00 Uhr kurz hinter die Stadtmauer von Lucca zu einem Conad Supermarkt gefahren und habe noch 6x 1 ltr. Wasser und etwas O-Saft gekauft. – Eine etwas abenteuerliche Fahrt auf dem eScooter. Aber es klappte. Nur ihr wollt nicht wissen wie, auch weil ich den Rucksack zuhause vergessen hatte.

Punkt zwölf Uhr machte ich mich Startklar. Grauwasser raus, Toilette leeren und wieder benutzbar machen und bezahlen. Zwar hatte ich statt der 10,- €, 14,- € zu bezahlen, aber egal. Zehn zahlt man wohl, wenn man den Platz am selben Tag verlässt. Dann ging es die knapp 7,5 km zum Campingplatz. Dort traf ich noch kurz vor der Mittagspause den Inhaber und er zeigte mir den Platz. Der Rest sollte später folgen, aber ich kannte ja einiges noch.



Noch ist es recht leer hier, aber so wie er mir sagte, würde es heute Abend wieder voll sein. Gut das ich reserviert hatte! Ich richtete mich also hier ein, stellte Tisch und Stuhl raus und überlegte, Pool oder nicht Pool. Es wurde nicht Pool und im Schatten mit Wasser und O-Saft, begab ich mich an den zweiten Teil von diesem Bericht, bis nach 13:30 Uhr der Besitzer wieder aus der Pause kam um mit mir die restlichen Formalitäten zu erledigen.



Gleich ist es nicht mehr ganz so heiß und ich fahre zum Essen nach Lucca. Was ich die nächsten Tage noch so machen werde, werdet ihr dann im weiteren Verlauf des Berichtes erfahren.

Bis dahin…
LOUDINI


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Erst einmal dem Hobby frönen

Es ist Dienstagmorgen, die Sonne warf mich gegen 8:30 Uhr aus dem Bett und ich kochte mir erst einmal, wie schon jeden Morgen im Wohnmobil einen leckeren „Aufwachkaffee“. Vor der Türe war schon ein wenig emsiges Treiben. Und nachdem ich mich gewaschen und den Frühstückstisch gedeckt hatte, waren auch schon zwei Camper Fahrzeuge unterwegs um den Platz zu verlassen.
Es ist in diesem Jahr genauso wie wir es auch 2019 erlebt hatten. Die Wohnmobile, jetzt sind es meist kleine Ford Nugget oder California der Verleihfirma Roadsurfer.de kommen nur hier her um Pisa und vielleicht auch noch Lucca zu besichtigen. Und wenn das geschehen ist, geht die Reise weiter. So ist es jetzt auch im Laufe des Vormittags zu beobachten. Der Platz ist nur noch zu einem Drittel mit Fahrzeugen gefüllt, welche dann auch noch „netterweise“, wie zum Beispiel neben mir ihre Mülltüte und leere Gaskartusche stehen lassen. – Das muss nicht sein, finde ich. Aber da ich gleich eh zum Container wollte, nehme ich dem Platzpersonal die Arbeit ab!

Gestern war ich ja noch in Lucca gewesen und dort bin ich die Stadtmauer, welche rings um den Ort gebaut ist, abgefahren. Zwar sind wir die 2019 schon einmal abgelaufen, aber mit dem eScooter ist es doch entspannter. Zwischendurch kann man sich noch auf eine der vielen Bänke setzen und die Blicke schweifen lassen. Hier ein paar Impressionen davon.





Aber was mache ich heute? Es ist zum Glück nicht so warm wie vorausgesagt. Den Pool kann ich heute Nachmittag noch aufsuchen, so habe ich beschlossen. Aber man könnte ein wenig dem Hobby Geocaching frönen und ein paar Cache sammeln. Ganz in der Nähe gibt es eine kleine Burg, der Rocca di Ripafratta. Dort ist zumindest schon ein Geocache den ich doch unbedingt finden möchte. Außerdem ist die Burg bestimmt einen Abstecher wert.



So bin ich dann die knapp 2,5 km zum Einstieg zur Burg gefahren um den einen Geocache zu suchen, musste allerdings feststellen, dass dort steile Treppen hinaufführen. Das wäre jetzt nicht das Problem, aber ich konnte im Ort nirgends den eScooter sicher parken. Also musste ich „umdisponieren“.
Kein Cache, aber eine andere Sehenswürdigkeit, welche aus der Ferne zu sehen ist. Das Nozzano-Castello, welches bestimmt den Namen von dem Castel ganz oben im Ort hat. Also wurde der Plan mit dem Cachen aufgegeben und auf später verschoben.



Schnell das Ziel ins Handy-Navi eingegeben und auf nach Nozzano-Castello. Der Weg dorthin bietet schon ein paar gute Fotomotive, wie z.B. diese kleinen Wasserstufen im Fluss.
Man kann sich eigentlich nicht vertun, denn die beiden Türme des Castel sind von weitem schon zu sehen. Auch führt nur eine Einbahnstraße um den Ort herum. Und diese ist auch mal gerade einen Pkw breit. Wenn wie in meinem Fall gerade das Postauto Briefe an die Bewohner der Straße verteilt, kann es selbst mit einem eScooter eng werden und man sollte eben warten.



Ich bin also mit dem eScooter die schmale Einbahnstraße hoch zur Burg, musste dann aber feststellen, dass das Castel etwas „baufällig" ist. Jedenfalls hatte die Stadt Schilder ringsum aufgestellt, dass Steine herabfallen können und deshalb der Zugang gesperrt ist. Aber je nach Standort konnte ich noch ein paar schöne Bilder vom Castel bekommen.







So ging ein etwas längerer Vormittag zu Ende und für den Nachmittag beschloss ich den Pool vom Campingplatz zu nutzen. Die Temperatur war auf jeden Fall dafür gegeben. Als ich also wieder am Wohnmobil war, schnell die Kleidung gegen eine Badehose getauscht und ab in den Pool. Das tat richtig gut und war auch erfrischend.
Am Abend, oder vielmehr späten Nachmittag bin ich mit dem eScooter wieder nach Lucca um etwas zu essen und auf der Mauer um die Stadt zu fahren. Finde ich vielleicht hier noch einen Geocache?

Ob dem so war erfahrt ihr in einem weiteren Teil des Reiseberichtes.
Bis dahin…

LOUDINI


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Auf nach Pisa

Wie es der seltsame Titel des Reiseberichtes schon sagt, spielt auch Pisa eine Rolle. 2019 waren wir ja schon einmal auf unserer Rundreise durch dir Toskana in Pisa gewesen und da ich ja mit dem Stellplatz „La Valle“ recht zentral bin, liegt es auf der Hand, neben Lucca auch Pisa einen Besuch abzustatten.

Den anreisenden Gästen, welche in der Rezeption nach Pisa mit dem Fahrrad fragen, rät der Campingplatz-Besitzer immer davon ab. So habe ich mich auch an den mehrfach gehörten Rat gehalten und bin entspannt mit dem Zug nach Pisa gefahren. Mit dem eScooter würde ich nur einen teuren Klotz am Bein haben. Und so war dann letztendlich alles save! Nur ich musste halt knappe 1,2 km vom Campingplatz zum Bahnhof laufen. An einer Straße ohne Geh- und Radweg, mit schnell vorbeifahrenden Autos oder Lkw. – Aber ich lebe noch!

In Pisa angekommen dachte ich mir: „Du hast genug Zeit in der Stadt, gehe ich mal Geocachen!“ Also schnell auf dem Smartphone den nächsten Cache gesucht und anvisiert. Gut gefunden und auch schnell geloggt. Und so erging es auch den anderen Cache, die ich auf dem Smartphone gefunden hatte.

Dann sollte es aber auf den Platz mit dem schiefen Turm gehen. Was mir schon auf Anhieb auffiel, voll ist es hier. Gut, dass ich nicht mit dem eScooter hier bin. Und heiß würde es über den Tag werden. Aber ich hatte mir vorsichtshalber etwas Wasser mitgenommen.







Dann fing aber auch schon leicht der Magen an zu knurren. Schließlich war es weit nach 13:00 Uhr und warum sollte ich diesmal abends essen. „Suche ich mir mal etwas, wo auch die Einheimischen hin gehen“, dachte ich mir. Ein paar Ecken weiter und inmitten eines kleinen Hinterhofes war genau das, wonach ich gesucht hatte. Draußen war zwar alles besetzt, aber drinnen rauschte die Klimaanlage. Den Kellner nach einem Tisch gefragt und drinnen hatte ich die freie Wahl. Ich bekam die Speisekarte und sofort viel mir etwas ausgefallenes ins Auge. Die Tage zuvor war es immer Pizza und jetzt wurde es „Penne a Jack Daniels“! Hört sich interessant an und ist bestimmt lecker. Dazu noch ein großes Mineralwasser „Frizzante“ geordert und abgewartet, was jetzt gleichkommen wird. Dazwischen schweifte mein Blick immer in die Küche, welche einen sehr sauberen Eindruck machte.







Das war schon eine riesen Portion und ich muss zu meiner Schande gestehen, ein klein wenig ist noch übriggeblieben. Aber wirklich nicht viel, so reichlich war die Portion. Den Abschluss krönte noch ein Espresso. Der muss oder sollte in Italien immer sein.
Danach musste aber noch ein Verdauungsspaziergang sein. Ich hatte auf der Karte gesehen, dass der Fiume Arno hier fließt. Dieser kommt unter anderem von Florenz und fließt später ins Meer. Vielleicht hat mir meine Frau auch eine Flaschenpost hineingeworfen und die finde ich jetzt. Aber leider ist er so groß und breit, dass ich keine Chance hatte etwas zu erspähen. Auch hat meine Frau für solche Spielereien leider keine Zeit, wie ich schon aus unzähligen SMS und auch Telefonaten erfahren hatte. Eine Woche Intensivunterricht und noch Hausarbeit mit lernen, ist schon heftig. Aber am Freitag sehe ich sie ja wieder und wir fahren gemeinsam weiter in Urlaub.





Es wurde so langsam 16:00 Uhr und ich begab mich in Richtung Bahnhof um einen der vielen Züge in Richtung Lucca zu erreichen. Schnell noch an einer kleinen Eisdiele etwas für „auf die Hand“ mitgenommen und das war dann auf dem Bahnsteig verschwunden. Ich hatte es nicht verloren, falls jemand auf die Gedanken kommt. Hihi…
Der Zug war auch gut besucht, weil auch viele Berufstätige ihn nutzen und bestimmt nach Hause fahren. Aber ein Sitzplatz war für mich noch übrig. Auf dem Campingplatz angekommen, musste ich erst eine kleine Pause einlegen, denn die Strecke vom Bahnhof zum Campingplatz zieht sich doch etwas. Nachdem ich etwas ausgedünstet war, war eine kalte Dusche angesagt. In den Pool wollte ich jetzt nicht, da es unter der Markise vom Wohnmobil recht angenehm war.

So ging dann auch ein schöner Tag in Pisa zu ende, aber für morgen habe ich mir wieder den Pool vorgenommen. Und was am letzten, ganzen Tag hier auf dem Agricamping La Valle noch so passiert, könnt ihr in einem folgenden Bericht lesen.

Bis bald und dann wieder mit meiner Frau!
LOUDINI


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Wiedersehen und wohin geht es?

Gestern habe ich doch nicht mehr viel unternommen. Einfach keine Lust bei der Wärme. Knappe 32°C sind es über Tag wieder geworden, sodass ich die meiste Zeit am und im Pool verbracht habe. Nur gefrühstückt und viel über den Tag getrunken und ein wenig dem emsigen Treiben auf dem Campingplatz zugeschaut. Ein Teil packt und reist kurze Zeit später wieder ab und ein anderer Teil räumt im Wohnmobil um. Das fiele mir im Urlaub nicht ein, zumal wir das alles schon vorher zu Hause erledigt hatten und nach so langer Zeit mit einem Wohnmobil, jedes Teil seinen Platz darin gefunden hat.

Etwas was nicht ganz so schönes war einem VW California Camper passiert. Das Paar ist in Pisa gewesen und der Wagen wurde aufgebrochen, bzw. die rechte Seitenscheibe dafür eingeschlagen. Ich hatte mich jetzt nicht getraut zu fragen, wo das genau passiert ist, aber ich könnte mir schon vorstellen, wer ganz nah bei den Wahrzeichen, wie dem schiefen Turm sein Fahrzeug abstellt, ist damit bestimmt nicht gut beraten. Jedenfalls wurde die Scheibe so gegen Nachmittag durch eine hier ansässige Glasfirma repariert. Gut, dass dies hier überhaupt klappt. Aber die California sieht man eh hier an jeder Ecke und allein in der Zeit wo ich hier war, hatte ich nach mind. 10 Fahrzeugen aufgehört zu zählen.



Ich bin heute wieder gegen 8:30 Uhr aus den Federn habe lecker Kaffee getrunken und dann langsam begonnen ich reisefertig zu machen. Aber ich habe genug Zeit dafür, lediglich um 12:00 Uhr sollte ich vom Platz sein. Das sollte aber mit leeren der Toilette und des Grauwassertanks machbar sein. Meine Route hatte ich auch tags zuvor berechnet Es geht wieder an den gleichen Ort, wo mich meine Frau verlassen hat. Nur auf sie warten muss ich, da sie am Nachmittag noch ein wenig Unterricht hat. Aber zum Glück gibt es ja ein großes Café vor Ort und meiner Frau darf ich nicht verraten, dass ganz in der Nähe die Firma Gucci ist.

Zum Glück hatte ich letztens die Koordinaten und Bilder vom Stellplatz ( SPF Platz Nr.: #23368 ) aktualisiert, sonst wäre jeder andere mit seinem Wohnmobil auf dem Pkw Parkplatz wie wir gelandet und hätte sich tierisch festgefahren. Jetzt sind wir nicht so lang mit 6,50 mtr., aber trotzdem weiß man dann nicht wohin. Der eigentliche gesicherte Stellplatz ist nämlich nur von der Autobahn zu erreichen und auch zu verlassen. Für einen sicheren Tag in Florenz optimal!







Dann kam auch gegen 15:00 Uhr meine Frau mit ihrem Roller um die Ecke. Da war die Wiedersehensfreude beiderseits groß. Schnell den Roller auf das Wohnmobil verladen und erst einmal in das nahegelegene Café gesetzt. Hier ist eine Klimaanlage und die tut bei 36°C draußen richtig gut. Wir überlegten, ob wir wirklich zum Abendessen mit der Tram T1 nach Florenz reinfahren sollen. Meine Frau sagte mir schon, dass die Stadt brechend voll ist- Darauf hatten wir beide nun wirklich keine Lust!

Also sind wir mit der Tram nur zwei Stationen in die nächste Stadt und zwar Scandicce gefahren. Dort haben wir uns in eine kleine Pizzeria gesetzt und jeder eine richtig leckere original italienische Pizza gegessen. Meine Frau hatte ein Wasser und ich ein kühles Bier dazu.

Es wurde zwar nicht sehr viel kühler, aber trotzdem war es schon spät als wir in das Bett kamen. Morgen sollte es dann über Bologna und Imola weiter bis unterhalb von Rimini gehen. Wir haben uns dort einen Campingplatz bei Gabicce Monte reserviert. Hier passen nur kleinere Wohnmobile oder VW California o. drgl. auf den Platz. Dieser ist terrassenförmig angelegt und jeder Platz hat Blick auf das Meer.








Trotz der Einfachheit des Platzes ist hier alles Top Sauber und gepflegt!

Hier haben wir unser Wohnmobil aufgestellt, alle Formalitäten an der Rezeption erledigt, die Markise, Tisch und Stühle raus und erst einmal relaxt! Anschließend sind wir noch in den nächsten Ort zu einem CONAD gefahren und haben unsere Vorräte aufgefrischt. So vielen wir nach dem verstauen der Einkäufe in unsere Stühle und genossen die Aussicht auf die Adriatische See, welche schon grandios ist. Und das Beste ist, man kann abends bis zur Küste nach Istrien schauen, so klar ist das Wetter.

Bei einem Glas Wein lassen wir den Samstagabend ausklingen und freuen uns auf sieben erholsame Tage hier vor Ort. Für morgen ist eine Erkundung der Gegend geplant und wir möchten gerne ein Stück im Nationalpark, auf der Panoramica fahren. Ob das so alles klappt wie geplant, werde ich euch dann im Weiteren des Reiseberichtes erzählen.

Schöne Urlaubsgrüße
LOUDINI


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Panoramica nach Pesaro

Es ist Sonntag und wie so oft, einmal ausgiebig gefrühstückt von dem Brot, welches wir Samstag in Conad gekauft hatten. Und für das Frühstück haben wir uns richtig Zeit gelassen. Denn für das, was wir gleich machen wollen, ist es jetzt noch zu früh. Ganz in der Nähe beginnt der Nationalpark „Parco Regionale del Monte San Bartolo“. Allerdings darf man die rund 22 km lange Strecke durch den Nationalpark am Sonntag erst ab 12:00 Uhr befahren. Das Ende der Strecke ist der etwas größere Ort „Pesaro“. Im Vorfeld hatten wir schon gesehen, dass es dort auch ein paar Geocache gibt und so war diese zu suchen natürlich auch ein must have.



Es war kurz vor zwölf als wir begannen uns fertig zu machen. Schnell die Kamera in den Roller, etwas Wasser mitgenommen und los ging es. Die Straße ist schmal und dicht mit Bäumen umrahmt. Noch haben wir Abschnitte für uns, werden aber gelegentlich von Motorrädern überholt, obwohl es eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Das ist halt Italien! Dann kommt ein kleiner Parkplatz, wo unser erster Cache versteckt sein soll.



Den Roller abgestellt und etwas den Hang hochgelaufen. Erst einmal empfing uns eine grandiose Aussicht auf die Adriatische See. Irgendwo in der Ferne muss Istrien sein, wo wir auch schon vor ein paar Jahren waren. Gut erinnere ich mich noch an Pula in der Spitze.

Dann rief jemand, „ich habe den Cache!“ Tatsächlich da war er. Schnell den Stift raus und sich in das Logbuch eingetragen. Aber nicht sofort wieder los, sondern noch etwas die Aussicht genießen! Dann ging es aber weiter und hier ein paar Bilder der Tour bis Pesaro.



Pesaro ist auch das Ende der Strecke durch den Nationalpark. Ein wenig haben wir uns den großen Ort angeschaut, sind aber zu der Entscheidung gekommen, dass der Ort eigentlich nicht so schön ist.
So ging ein interessanter Tag zu Ende und für den nächsten Tag hatten wir uns etwas Kultur auf das Programm geschrieben.

Kultur und Cache in Gradara

Heute steht Gradara auf der Tourenliste. Gradara ist eine italienische Gemeinde mit 4874 Einwohnern in der Provinz Pesaro und Urbino in den Marken. Die Gemeinde liegt etwa elf Kilometer nordwestlich von Pesaro und etwa 26 Kilometer nordöstlich von Urbino und grenzt an die Provinz Rimini. Etwas mehr als drei Kilometer in nordöstlicher Richtung liegt die Adriaküste.

Wir hatten uns mit einem italienischen Wohnmobilfahrer Paar unterhalten und diese hatten uns ans Herz gelegt, wenn wir in Gradara seien, sollten wir unbedingt in der Pizzeria „Da Berto“ unterhalb der Festung eine Pizza essen gehen. Also stand dies neben Kultur und dem einen Geocache vor Ort, auch noch auf unserer ToDo Liste. – Aber erst einmal die Kultur.









Dann knurrte uns doch schon etwas der Magen und wir beschlossen die uns empfohlene Pizzeria aufzusuchen. Dank der Tatsache geschuldet, dass es nur zwei Restaurants in Gradara gibt, war die empfohlene Pizzeria schnell gefunden. Zum Glück war auch noch für uns ein Platz frei. Die Speisekarte mit den Pizzen war schnell durchgelesen und etwas passendes ausgesucht. Ich kann nur sagen, lecker war es.



So ging wieder ein schöner Tag zu Ende und wir freuen uns schon auf den nächsten hier vor Ort. Wohin es uns aber definitiv nicht ziehen wird ist Rimini. Da wir schon unten in Gabicce Mare waren und dort gesehen hatten, was so los ist am Meer mit dem langen Touristenstrand, brauchen wir Rimini auf jeden Fall auch nicht.

Wovon es uns weiter zieht lest ihr wie gewohnt weiter in diesem Bericht.

LOUDINI


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Ausflug nach Urbino

Gestern waren wir ja in Gradara und hatten uns nach unserem Essen in „Da Berto“ noch spontan entschieden die Greifvogelshow von „Il Theatro dell' Aria“ zu besuchen. Das war eine gute Entscheidung die wir getroffen hatten, auch wenn es letztendlich etwas spät wurde. Um 22:00 Uhr startete die Show und schließlich waren wir weit nach 0:30 Uhr am Campingplatz und mussten daher den Roller vor dem verschlossenen Eingang stehen lassen.







Es ist heute nicht so warm und so haben wir beschlossen nach Urbino zu fahren. Urbino ist eine Stadt mit 14.106 Einwohnern in der Region Marken in Italien, südwestlich von Pesaro. Sie ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Urbino-Urbania-Sant’Angelo in Vado. Urbino ist wegen Architektur und Kulturgeschichte Teil des Weltkulturerbes. In der Renaissance erlebte die Stadt eine Blütezeit, in die unter anderem auch die Gründung der Universität (1506) fiel. Der bedeutendste Herrscher des Herzogtums Urbino war Federico da Montefeltro.

Soweit die Angaben, wenn man Wikipedia fragt. Aber wie wollen uns selbst ein Bild machen. Gestern haben wir noch schnell am Roller die Glühbirne des Hauptsscheinwerfers gewechselt, da dieser abends plötzlich ausfiel, was hier nicht so gut kommt. Eines muss man Italien ja lassen, einen Rollerhändler findet man in jedem Ort. Zur Info: Es geht keine Birne vom Pkw wegen der Wattzahl.



Natürlich hatten wir uns auch für Urbino vorgenommen zu Cachen. Laut unserer Geocaching-App, sind dort ein paar schöne Geocache zu finden, also schauen wir mal!

Was aber mit auf unserer Liste steht ist das Casa Natale di Raffaello, das Geburtshaus Raffael. Es liegt in der Via Raffaello und ist eingerichtet mit Mobiliar aus verschiedenen Jahrhunderten und Bildern, meist Kopien bedeutender Werke, aber auch Originale, so in der Sala Grande die Verkündigungsszene von Raffaels Vater Giovanni. Da es allerdings ziemlich schwül war, haben wir dies bei einer kleinen Stadtrundfahrt erledigt und konnten ihn später sogar als Statue bewundern.





Zwischendurch fing es auch noch ganz minimal an zu regnen und wir haben uns erst in eine Eisdiele mit super leckerem Eis gesetzt und sind dann zu einem Café hinüber gewandert. So kann man die kleinen Schauern gut überbrücken! Aber wie schaut es aus, wenn wir die gut 40 km Rückweg vor uns haben?



Wir hatten aber Glück, alles blieb auf dem gesamten Rückweg trocken. Wir, der Roller und auch die Straßen. So ging wieder ein wunderbarer Urlaubstag auf dem Camping Gabicce Mare zu Ende. Wir haben noch fast den ganzen Freitag für uns, bevor es am Nachmittag, einpacken heißt. Zumindest so, dass wir Samstag früh aufbrechen können. Wir haben ja auch noch irgendwo einen Zwischenstopp auf dem Heimweg eingeplant.

Und wie der so ausschaut, berichte ich im letzten Teil.

LOUDINI


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#8
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Loudini replied the topic: Von Florenz über Pisa nach Rimini

Schöner Abschluss

Sehr früh war es, als der Wecker schrillte. Wir hatten ihn auf 06:30 Uhr gestellt um pünktlich gegen 07:30 Uhr, wenn das Tor oben offen ist, den Platz verlassen zu können. Alles andere, bis auf den Roller hatten wir schon am Vortag abends verladen, da wir ja auch für 19:00 Uhr einen Tisch im Restaurant in Gabicce Monte reserviert hatten. Wir haben uns extra einen Tisch mit Blick auf das Meer gewählt, um den Sonnenuntergang später zu bewundern.







Dann war das Tor offen und wir machten uns auf den Weg. Wobei meine Frau mir den Roller schon zu einem nahegelegenen Parkplatz fuhr. Den Roller wollten wir nicht schon vorher verladen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich die steile Auffahrt hochkomme und mich nicht aus der Vorderachse aushebele.

Also schnell den Roller verladen und nach Gabicce Mare die günstigste Tankstelle aufgesucht. Ein wenig müsste noch für den Rückweg in den Tank hinein. Dann ging es kurze Zeit später auf die Autobahn. Knappe 420 km wollten wir fahren, da wir ja unser Zwischenziel für den Rückweg vorgebucht hatten.

Jetzt stehen wir mit unserem Wohnmobil am wärmsten See der Alpen. Wir sind also auf dem Camping St. Josef, am Kalterer See. SPF Platz Nr.: #28930





Kurz nach dem wir unser Wohnmobil aufgebaut hatten hieß es erst mal, „Badehose an“ und ab in kühlen See! Das Wasser war wie immer sehr erfrischend und nicht kalt. Oder war es so warm in Kaltern?
Eine ganz andere Klientel war jetzt auf dem Campingplatz, den man als „Neukunde“ nur noch für mehrere Tage aufsuchen kann, wenn man spontan dort aufschlägt! Der Betreiber möchte so ein wenig Ruhe auf den Platz bringen, denn in der vergangenen Zeit war so gut wie jeden Tag ein Platzwechsel und sehr viel Unruhe. Aber, wie er uns später erzählte, ist das ständige An- und Abmelden der Kurtaxe sehr zeitintensiv gewesen und das will er damit vermeiden.
Durch diese Tatsache waren jetzt auch wieder mehr Wohnwagen auf dem Platz, wobei der Anteil der Wohnmobile überwiegt. Lediglich im Zeltbereich war es doch sehr leer.





Wir hatten ausgemacht bis am Sonntag gegen 17:00 Uhr auf unserem Platz stehen zu bleiben, da wir den ganzen Rückreiseverkehr erst ziehen lassen wollten. Auch mussten wir wieder an unserem Lieblingsweingut vorbei, um unseren Vorrat wieder aufzufrischen.

Gegen 17:30 Uhr waren wir dann letztendlich unterwegs in Richtung Heimat und um 20:30 Uhr sind wir auch angekommen. Schnell alles leerräumen und ein paar Dinge haben wir für den nächsten Tag über gelassen, da ich den Montag noch frei habe.

Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub, mit vielen sehr warmen Tagen und vielen Eindrücken. Dadurch, dass wir etwas tiefer als Rimini waren, viel der Touristentrubel nicht so auf und wir haben ihn auch nicht vermisst. Ich hoffe, der Bericht hat wie immer gefallen und einige möchten auch einmal in diese Ecke. Alle Highlights sind von mir wieder in einer GPX-Datei hinterlegt.

Viel Spaß
LOUDINI

Tourdaten, einfach TXT entfernen:
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#9
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