Frage Aufbaubatterie

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andromeda erstellte das Thema Aufbaubatterie

Irgendwie ist hier im Moment je recht wenig los... mal sehen ob das Thema interessiert B)

Ich habe vor zwei Jahren meine Aufbaubatterie getauscht nachdem sie endgültig hinüber war und wieder eine AGM verbaut.
Nun habe ich das Gefühl das da schon wieder was nicht mit stimmt. Es fühlt sich so an als ob die Batterie drastisch an Kapazität verloren hat.

Letztes Wochenende ging meine Anzeige nach 2h Fernsehbetrieb (nach voller Ladung während Fahrbetrieb) bereits auf gelb, und lieferte unter Last nur noch ca. 11,7V, nach dem Abschalten erhohlte sich die Batterie im Leerlauf auf ca. 12,1V

Die Last kann ich auf einen Fernseher, ca. 20-25W, Receiver, ca. 10W, 2 Lampen ca. 4-5W und das Truma Gebläse einschränken.
Dürften also nicht mehr als 5A Dauerlast gewesen sein. Macht nach 2h 10Ah Verbrauch, das sollte eine 90AH Batterie nicht wirklich kratzen.
Tiefentladungen hat es auch keine gegeben.

Mein Aufbau sieht so aus, das ich die Aufbaubatterie an der Schaut-Box hängen habe und zusätzlich ein Solarmodul mit 80WP in die Schaut-Box einleite. Der Solarladeregler macht für eine AGM eigentlich zu früh zu, Ladeschluss liegt meine ich bereits bei 13,9V. Das heisst bei "Landstrom" wird der Solarregler überfahren, die Schaut-Box liefert IMHO bis 14,4V.
Was mir nie bewusst war ist, das ich aber wenn ich zu Hause parke immer den Solarregler dran habe und der mir die Batterie eigentlich immer schön voll hält. Eigentlich toll, aber was sagt die Batterie dazu?
Ich habe daher den Verdacht das ich mir die Batterie durch permanentes "vollladen" - selbst mit 13,9V schädige.
Kann es sein das ich mir dadurch die AGM "austrockne" und deshalb die Lebensdauer verkürze?

Wie haltet ihr das mit den Solarreglern? - Koppelt ihr die Aufbaubatterie ab wenn ihr länger parkt und das Womo nicht nutzt? Oder lasst ihr das System durchlaufen?

Ein zweites Indiz das die Batterie vorgeschädigt ist, ist das mein im Herbst erworbener 300W Sinuswandler sofort Alarm schlägt wenn das 150W Bosch Akkuladegerät dranhängt. Eigentlich dachte ich der Wandler spinnt, aber ein im Haus stehende 80AH Batterie zeigt, der Wandler tut was er soll... läuft einfach an als wär nix...

Gruß
Andre

#1

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hymerperle antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

Hallo Andre,

Dein Problem ist vielen Womo-Besitzern bekannt. Hier im Forum wurde das Thema schon ausführlich besprochen. Wir haben die Lösung gefunden! Mit einem unserer Vorteilspartner haben wir den Lieferant für die Beseitigung unseres Problems gefunden. Siehe Powertrust.de
Lese mal nach, was bisher alles geschrieben wurde. Gehe im Forum auf Index , Fahrzeuge Ausstattung Batterie für Wohnraum.
Wir haben mittlerweile einige Mitglieder die sehr zufrieden sind. Bei mir hängt ein Spannungswandler mit 2500 Watt dran, ebenfalls hydraulische Hubstützen als Großverbraucher. Alles problemlos.

LG Michael


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#2

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andromeda antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

Hallo Michael,

danke für deinen Hinweis, den Artikel kenne ich noch von damals. Leider passt das nicht 100% zu meinem Thema sondern hat nur eine geringe Überlappung.

Im Artikel geht es hauptsächlich um die Ladeschlussspannung die bei vielen Ladegeräten nicht ausreicht um die Akkus wirklich voll zu bekommen. Ziel ist es daher für die meisten, Lader zu bekommen, die bis 14,7 V oder gar noch höher gehen. Tangiert wird das Thema mit der Aussage das man die Lebensdauer der Akkus durch permanentes "Überladen" mit den 240V Ladern die bei 14,4V oder noch höher abriegeln, deutlich verkürzt.

Meine AGM hat in den letzten 24 Monaten keine 20 Tage am "Landstrom" gehangen, das Problem trifft bei mir daher nicht zu.
Korrekt ist, das ich mit dem Solarlader die AGM nie voll bekomme - will ich aber aktuell auch nicht.
Neu für mich ist, das man scheinbar auch mit 13,9V Ladeschluss des Solarreglers die AGM bereits dauerhaft überlädt und damit die Lebensdauer reduziert. Schliesslich hat das Solarpanel die Batterie 365 Tage von möglichen 365 Tagen geladen.

Zum Einsatz der Crystal Batterien:
Leider schweigt sich der Hersteller zum Thema dauerhaftes vollladen/überladen aus.
Ich sehe eine kleine Chance das die Batterien sich damit besser vertragen aufgrund des vermuteten Ausfallmechanismus bei den AGM.
Hypothese: Durch das permanente Überladen entsteht eine Gasphase im Elektrolyt, welches aufgrund des Drucks auf Dauer durch die Kunststoffwände der Batterie diffundiert und die Batterie schlussendlich trocken laufen lässt.
Wäre es eine Standard Blei-Säure Batterie könnte man einfach dest. Wasser hinzugeben und das Thema wäre erledigt. Unsere AGM sind aber versiegelt, also kann ich sie nicht auffrischen.
Die Crystel Teile werden so erklärt, das das Elektrolyt nach wenigen Zyklen in ein kristallines Pulver erstarrt. Wenn dem so wäre besteht eine Chance das Überladen keinen Schaden anrichtet weil das Pulver kommt definitiv nicht durch die Wand ;)
Das wäre von deutlichem Vorteil, nur warum wirbt der Hersteller nicht mit dieser Aussage? Auf der Seite mit den Alleinstellungsmerkmalen wird zwar unter vielen anderen eine Tiefentladungsfestigkeit beworben, aber nicht eine Überladungssicherung... :blink:

Zurück zu meinem Problem:
Aktuell kann ich nur wenn das Fahrzeug länger steht, die Batterie an der Schaudt-Box abschalten um zu verhindern das jeden Tag aufs neue nachgeladen wird.
Daher würde mich halt interessieren wie andere das handhaben, die ebenfalls einen einfachen Solarregler verbaut haben.

Falls jemand die Hypothese mit der trockenlaufenden AGM belegen/bestätigen könnte wäre das natürlich ein Volltreffer B)

Gruß
Andre

#3

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hymerperle antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

Hallo Andre,

was das Thema Überladung angeht werde ich mich mal schlau machen. Ich habe einen guten Draht zum Lieferanten.
Da die Ladeschlussspannung bei Lead Crystal Batterien bei 14,7 V liegt kannst Du mit dem normalen Ladegerät oder Solar keine Überladung erzeugen. Der Batteriewächter zeigt bei tagelangem Landstrom nur 97% Ladung an. Erst mit einem Zusatzladegerät das die 14,7 Volt erreicht kommt man auf 100%.
Ich frage trotzdem noch einmal nach und melde mich wieder.

Gruß
Michael


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hymerperle antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

Hallo Andre und auch an alle anderen interessierten Mitglieder,

nach Rücksprache mit dem Lieferanten, Firma Powertrust, kann ich das vorher gesagte nur wiederholen.
Mit den handelsüblichen Ladegeräten oder Solaranlagen ist auch bei dauerhaftem Anschluß eine Überladung der Batterien nicht möglich. Wichtig dabei ist, dass die Ladeschlussspannung 14,7 Volt nicht übersteigt. Bei einer anliegenden Ladespannung über 15 Volt ist eine vorzeitige Schwächung beziehungsweise Abnutzung möglich.
Ihr müsst also nur darauf achten, dass euer Ladegerät oder Solar nicht über 14,7 Volt geht und dann ist alles im grünen Bereich.
Da die Lead Crystal Batterien bei einer Entladung auf 20% wieder auf 100% oder bei niedriger Ladeschlussspannung von 14,4 Volt auf 97% "gefüllt" werden können ist jederzeit genügen Saft vorhanden.
Eine Gelbatterie kann nach einiger Zeit egal mit welchem Ladegerät sowieso nur noch ca. 75% geladen werden. Somit ist der Abstand zwischen "fast leer" und "voll" bei der Lead Crystal sowieso größer.
Ich wünsche allen gute Reisen und im Notfall eine Steckdose in der Nähe.

Gruß
Michael


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KoiAhnung antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

1. Da gehe ich nicht ganz konform mit Hymerperle. Ständiges Laden (sprich Dauerhängen an einem Ladegerät) schadet der Batterie IMMER, es sei denn es ist ein "intelligentes" Ladegerät (eher Batterierhaltungsgerät genannt) al la CETEK z.B.
Überladen und Tiefentladung schade IMMER, und BY-THE-WAY ist das ja auch vollkommen unnötig!

2. Bei modernen Fahrzeugen ist es kaum noch möglich eine Zusatzbatterie vollständig zu laden, da macht uns EURO 5 einen Strich durch die Rechnung. Der Ladespannung wird automatisch runtergeregelt. Das ruiniert im übrigen am Ende auch jede Batterie. (siehe auch Link weiter unten, Punkt 3)
Andererseits kann es aber auch sein, dass Dein Generator gar nicht herunterregelt, und damit Deine Batterie "austrocknet".
Hatte ich letztens bei einer Blei / Säure Batterie (Banner Energy Bull), die war zwar Wartungsfrei, aber zu 50% trocken!!

Was kannst du nun machen.
A. Es macht keinen Sinn ständig ein Ladegerät dran hängen zu haben. Wozu auch bitte. Batterie voll ist voll, mehr geht nicht, und das hast du nach ein paar Stunden erreicht, kannst du ja ausrechnen.
B. Wenn du viel über den Generator bei der Fahrt lädst (so wie ich selbst ausschließlich) kannst du über einen Ladebooster nachdenken, oder es so einfach wie ich machen.
Nach einer halben Stunde den Motor abstellen und neu starten, dann lädt er wieder mit voller Leistung.

Hier noch etwas Lektüre:
www.yachtbatterie.de/de/5-todsuenden.html

#6
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andromeda antwortete auf das Thema: Aufbaubatterie

Hallo KoiAhnung,

danke für deine Ausführungen.
Im Grunde bestätigst du meinen Verdacht. Mir geht es nicht ums voll Laden, sondern um die Schädigung durch täglichen Betrieb des Solarreglers der bei 13,9V abriegelt. Das Modell ist ein Alden SR90 und hat IMHO noch keine Intelligenz und schaltet daher auch nicht auf Erhaltungsladung, sondern limitiert einfach nur die Ladespannung.

Ich habe jetzt erstmal die einfache Variante gewählt und ziehe die Sicherung vom Solarregler wenn ich das Fahrzeug nicht brauche.
Bei Gelegenheit teste ich mal einwieweit die AGM schon vorgeschädigt ist.

Die LC Batterien kann ich immer noch nicht richtig einschätzen. Wirklich genial oder einfach nur gut verkauft? ;) . Da ich aber auch noch einige Reserve Batterien aus einem E-Mobil hier stehen habe werden die eh zuerst aufgebraucht bevor was neues gekauft wird.


Gruß
Andre

#7

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